Feuerwehrnotruf 118

Bekanntlich gibt es in der Schweiz drei Notrufnummern die beinahe jedes Kind kennt. 117 für die Polizei, 144 für den Rettungsdienst und natürlich 118 für die Feuerwehr.

Aber was passiert nun, wenn in einem Notfall die Nummer 118 gewählt wird?

Im Kanton Zürich wird der Hilfesuchende mit der Einsatzleitzentrale 144/118, kurz ELZ, von Schutz & Rettung Zürich am Flughafen Zürich verbunden. An diesem Ort werden sämtliche Feuerwehrnotrufe des Kantons entgegengenommen und die entsprechenden Organisationen disponiert.

Eine Calltakerin oder ein Calltaker nimmt den Notruf mit dem Satz: «Feuerwehrnotruf 118, wo genau ist der Notfallort?» entgegen und beginnt anhand eins standardisierten Abfrageprotokolls die benötigten Informationen zu erfragen. Parallel dazu kann der Disponent anhand der Informationen welche vom Calltaker ins System eingetragen werden, die benötigten Mittel bereits alarmieren. Der Calltaker bleibt während der gesamten Alarmierung mit dem Anrufer im Gespräch und betreut ihn falls notwendig bis die Einsatzkräfte vor Ort sind.

Einen nachgestellten Notruf hat die Einsatzleitzentrale auf Youtube veröffentlicht.

Wenn sich der Einsatzort auf dem Gebiet der Gemeinden Dägerlen oder Hettlingen befindet, werden die Feuerwehrfrauen und -männer der Feuerwehr Hettlingen-Dägerlen von der ELZ durch einen Alarm auf ihrem Pager und einem SMS aufgeboten.

Die Angehörigen der Feuerwehr begeben sich darauf unverzüglich in das ihnen zugewiesene Feuerwehrdepot in Hettlingen oder Rutschwil. Hier ziehen sie ihre Einsatzkleider an und informieren sich anhand des erhaltenen Einsatzausdruckes über den Einsatz.

Spätestens 5 Minuten nach der Alarmierung verlässt das erste Feuerwehrfahrzeug den Stützpunkt.

Auf der Anfahrt rüsten sich die Insassen bereits mit den nötigsten Gerätschaften aus.

Der Einsatz von Blaulicht und Wechselklanghorn wird der Feuerwehr von der Einsatzleitzentrale freigegeben, falls dies als erforderlich erachtet wir.

Bei einer freiwilligen Feuerwehr werden die Depots erst bei einem Einsatz besetzt. Im Kanton Zürich haben nur die Städte Zürich und Winterthur Berufsfeuerwehren mit 7x24 besetzten Feuerwachen.

Vor Ort wird als erstes eine Absicherung des Ereignisortes vorgenommen, um den Feuerwehrleuten ein möglichst sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Zeitgleich verschafft sich der Einsatzleiter einen Überblick über das Ereignis und gibt weitere Befehle aus.

Während dem gesamten Einsatz steht der Einsatzleiter in Verbindung mit der ELZ und kann so im Bedarfsfall weitere Mittel aufbieten.

Meist ist bei einem Einsatz nicht nur die Feuerwehr Hettlingen-Dägerlen anwesend. Oft werden von der Einsatzleitzentrale zusätzliche Rettungswagen des Rettungsdienstes Winterthur und weitere Gerätschaften von einem Feuerwehrstützpunkt aufgeboten. Dies erzeugt einen grösseren Handlungsspielraum und allfälligen Verletzten eine schnelle medizinische Versorgung.

Wenn die Feuerwehr den Einsatzort verlässt, ist der Einsatz für sie trotz allem noch nicht zur Gänze abgeschlossen.

Das verwendete Material wird in den Depots retabliert. Verschmutzte Schläuche werden gereinigt, Atemschutzgeräte werden mit neuen Flaschen bestückt und ebenfalls gereinigt, Seile müssen geprüft und Fahrzeuge getankt werden.

Erst wenn das Material wieder einsatzbereit ist, ist auch der Einsatz beendet und die Feuerwehrfrauen und -männer gehen wieder ihrem eigentlichen Beruf als Lehrer, Maurer, Informatiker oder Koch nach.

Bis zum nächsten Einsatz.